Turbos, Bulls, Bears, WAVEs, Knock-Out-Zertifikate

Hinter all diesen Bezeichnungen verbergen sich Hebelprodukte, die bei Erreichen einer bestimmten Kursmarke ausgestoppt werden können. Das bedeutet in der Praxis, dass entweder ein geringer Restwert ausbezahlt wird, (wenn die KO.-Marke nicht identisch mit dem Basispreis ist) oder, dass KO-Zertifkate oder der KO-Optionsscheine sofort wertlos ausgebucht wird.

Manche Emittenten ordnen KO-Produkte den Zertifkaten zu, andere wiederum bezeichnen sie als Optionsscheine. Im Prinzip handelt es sich bei diesen Produkten um Futures, die mit einer Knock Out-Schwelle versehen wurden. Deshalb sind die für einen Optionsschein preisrelevanten Parameter wie zum Beispiel Volatilitätseinflüsse hier nicht wirksam.

 
 

Turbo-Zertifikate kosten nur einen Bruchteil von vergleichbaren Indexzertifikaten. Ein normales Indexzertifikat auf den DAX mit Bezugsverhältnis 100:1 kostet bei einem DAX Stand von 4000 etwa 40 Euro. Ein Turbo-Zertifikat mit dem selben Bezugsverhältnis, bei dem die Knock Out Schwelle bei 3000 liegt, weist einen inneren Wert von 10 Euro auf. (Aktueller DAX Wert 4000 - KO Schwelle 3000)/ Bezugsverhältnis).

Auf Grund des Zinsvorteiles durch den geringeren Kapitaleinsatz liegt der wirkliche Wert des Zertifikates, abhängig von dessen Laufzeit aber über dem inneren Wert. Sobald sich der DAX-Index um eine Einheit verändert, bewegt sich das Zertifikat gemäss des Bezugsverhältnisses mit eins zu eins mit dem Index mit. Legt der DAX nun von 4000 auf 4300 Punkte zu, steigt der innere Wert des Zertifikats von 10 auf 13 Euro, also um beachtliche 30 Prozent.

 
 

Selbstverständlich kann sich dieser Turboeffekt auch in die andere Richtung auswirken. Aber es lauert noch eine andere Gefahr: Sobald der Index die sogenannte, im Verkaufsprospekt angegebene K.O.Schwelle erreicht, verfallen die Zertifikate augenblicklich. Deshalb ist es ratsam, diese heissen Eisen nur mit eigenen Stopps zu handeln, um der Gefahr der wertlosen Ausbuchung zu entgehen.

Im Gegensatz zu Futures ist hier das gesamte Risiko mit dem Verlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Die bei Futures gefürchtete Nachschusspflicht besteht bei den Zertifikaten auf Grund der K.O Schwelle nicht.

Viele Emittenten bieten auch Turbo-Zertifikate mit einer short Future Struktur an, die dem Investor genau dann Freude bereiten, wenn der Basiswert fällt. Die Struktur dieser Turbos ist spiegelverkehrt zu den Turbos, die von steigenden Basiswertkursen profitieren. Die K.O Schwelle liegt daher über dem momentanen Wert des Basiswertes.
Die K.O. Schwelle wird je nach Emittent auch als Stopp Loss Marke bezeichnet.

Das Angebot an Basiswerten ist beinahe eben so umfassend wie die Ausgestaltungsmöglichkeiten der KO-Produkte. Egal, ob in zeitlich begrenzter oder OpenEnd-Form; mit KO-Produkten kann in alle Richtungen auf Aktien-, Index-, Währungs-, Zins-, Rohstoff-, Edelmatellnotierungen gesetzt werden.



HebelprodukteReport

Erhalten Sie regelmäßig Informationen aus der Welt der Hebelprodukte.

Melden Sie sich jetzt kostenlos an ...


Inhalte:  Home Hebelprodukte News Emittenten Impressum Haftungsausschluss Datenschutzerklärung
© 2002 - 2019 - "ZERVUS" - Kozubek & Schaffelner OG - Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr
Alle WKN/ISIN Verlinkungen führen zur Börse Stuttgart.