Hamburg (BoerseGo.de) - Der Duisburger Stahlhändler Klöckner&Co hält einen erneuten Einbruch der Stahlkonjunktur für möglich. "Wir agieren zurzeit sehr vorsichtig und haben schon vor sechs Wochen angefangen, unsere Bestellungen wieder herunterzufahren", sagte Vorstandschef Gisbert Rühl zur "Financial Times Deutschland". Es gebe Überkapazitäten am Markt, was zu sinkenden Stahlpreisen in den kommenden Monaten führen werde.
"Beim Langstahl ist der Gipfel bereits überschritten, beim Flachstahl wird er im Juni oder Juli erreicht", sagte Rühl. Aus Bau- und Autoindustrie sei die Nachfrage weiterhin sehr gering. Nur aus dem Maschinenbau gebe es positive Zeichen. "Es wird für die Stahlhersteller schwierig, die angekündigten Preiserhöhungen tatsächlich durchzusetzen", sagte Rühl. Wenn die Hersteller nicht wieder Kapazitäten stilllegen, würden die Margen unter Druck geraten.